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Know how
Risikokapital
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Existenzgründer oder junge Unternehmer
haben in der Regel Probleme, genügend Kapital für größere
oder zukunftsorientierte und damit oftmals risikoreichere Projekte
aufzunehmen. Normalerweise bitten sie ihre Hausbank um einen Kredit.
Die lehnt ab, wenn sie die gewünschten Sicherheiten vermisst.
Hintergrund: Bei Gründern ist es - anders als bei erfolgreichen
Unternehmen - schwieriger, die Erfolgschancen eines Unternehmens,
vor allem eines neuen Produktes oder eines neuen Verfahrens, zu
beurteilen. Hier können Beteiligungsgesellschaften oder private
Geldgeber mit Risikokapital oder Venture Capital einspringen, indem
Sie Beteiligungskapital ohne die banküblichen Sicherheiten
anbieten.
Risikokapital ist dabei nichts anderes als Eigenkapital, das dem
Unternehmen von Beteiligungsgesellschaften oder außenstehenden
Privatpersonen zur Verfügung gestellt wird, und zwar in Form
von Einlagen als Stamm- oder Grundkapital, aber auch als eine stille
Beteiligung am Unternehmen oder Gesellschafterdarlehn. Risikokapital
wird meist mit technologieorientierten Gründungen in Verbindung
gebracht. Es stimmt zwar, dass es gerade für innovative Unternehmensgründer
schwer ist, Geldgeber zu finden.
Aber auch viele andere mittelständische Unternehmen haben durchaus
Bedarf an Beteiligungskapital: z.B. zur (Mit-) Finanzierung größerer
Investitionen für Immobilien, Maschinen und Geräte oder
für Expansionsmaßnahmen. Es gibt in Deutschland etwa
100 Beteiligungsgesellschaften. Welche Gesellschaft für welches
Projekt in Frage kommt, ist den Informationen des Bundesverbands
Deutscher Kapitalbet.Gesellschaften in Berlin zu entnehmen. Kapitalgeber
der Beteiligungsgesellschaften sind in der Regel Banken und Industrieunternehmen,
aber auch private Finanziers (auch aus dem Ausland).
Die wenigsten privaten Beteiligungsgesellschaften kommen allerdings
für innovative/ technologieorientierte Existenzgründer
als Partner in Frage. Der Grund: Sie arbeiten erfolgsorientiert
und erwarten eine hohe Rendite. Beteiligungen von weniger als einer
halben bis einer Million € sind für sie in der Regel uninteressant
sind. Für Gründer und geringere Beteiligungssummen kommen
eher die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften in Frage.
Gesellschafter sind Kammern, Verbände und Banken, die keinen
Einfluss auf die laufende Geschäftsführung nehmen wollen.
Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften sind Selbsthilfeeinrichtungen
der Wirtschaft und bieten Risikokapital in Form von stillen Beteiligungen
mit einer Laufzeit von zehn Jahren und der Rückzahlung zum
Nominalwert an. Sie sind in nahezu allen Bundesländern vertreten.
Wer ein schlüssiges und erfolgversprechendes Unternehmenskonzept
vorlegen kann, hat bei Beteiligungsgebern gute Chancen. Eine Konzeption
sollte neben einer genauen Vorhabensbeschreibung und Angaben über
die Qualifikationen der Gründer eine Umsatz-, Ertrags- und
Finanzplanung für mindestens die nächsten drei Jahre beinhalten.
Daneben kommen natürlich auch Privatinvestoren als Partner
in Frage. Hierfür gibt es jedoch keine öffentlichen Anlaufstellen
und Kontakte können in der Regel nur über persönliche
Beziehungen hergestellt werden.
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